Wie schon in meinem Beitrag zum Mobile World Congress in Barcelona angekündigt, hier nun ein gesonderter Beitrag über den TechCrunch Talk Mobile 2.0, moderiert von Mike Butcher von TechCrunch UK. Der TechCrunch Talk zieht durch verschiedene Städte in Europa, zum Beispiel am 10. Juni 2009 in Berlin und wird jedes Mal live ins Web übertragen. Die Daten findet man hier.
Es standen in Barcelona zwei Panels und fünf Start-up Pitches an. Im ersten Panel diskutierten Venture Capitalists und Start-ups darüber, was VCs denn nun im Bereich Mobile suchen würden, ob die Macht der Netzbetreiber gebrochen werden könne und wie sich das vermehrte Auftreten von Application Stores auswirken würde. Es bestand weitestgehend Einhelligkeit, dass das Geld vorhanden sei, aber die guten Konzepte fehlen würden. Leider ließen sich die VCs nicht dazu hinreissen, einmal etwas konkreter zu werden, aber auch sie haben das Ei des Kolumbus noch nicht gefunden. Insgesamt war das Panel interessant aber es fehlte etwas an Provokation.
Dann wurde der Start-up Pitch vorgezogen, da die beiden deutschen Vertreter, Christian Geissendörfer von Yoose und Björn Behrendt von hiogi, beide den gleichen Flieger erreichen mussten. Beide haben ihren Job, wie ich finde, gut gemacht. Aber schaut selbst:
Christian Geissendörfer – Yoose (Mobile Couponing)
Björn Behrendt – hiogi (Mobiler Auskunftsdienst)
Die anderen drei Pitches von dub, mob4hire und kalerion sind auch im mobile zeitgeist YouTube Account zu finden. Wer gerade weltweit Tester für seine mobile Applikationen sucht, der sollte sich mob4hire anschauen. Dub ist der Versuch, die papierhafte Visitenkarte zu ersetzen und kalerion will Mobile Social Networking mit Dating-Services finanzieren und “infiziert” die bestehenden Community-Accounts, z.B. bei facebook. Den beiden letzteren gebe ich nicht allzu viele Chancen, aber man weiß ja nie.
Das zweite Panel zum mobilen Ökosystem war sehr interessant. Hier diskutierten
- Peter Vesterbacka, Founder, Some Bazaar
- Marc Rougier, Co-founder, Goojet
- Andrew Scott, Founder, Rummble
- Jennifer Grenz, VP of Marketing, Shozu
auf sehr unterhaltsame Weise, was die Trends der nächsten fünf Jahre seien, welche Start-ups den Durchbruch schaffen werden und wofür der Nutzer töten würde. Am lebhaftesten blieb mir der Satz von Peter Vesterbacka “In strong winds even turkeys fly” als er auf die Chancen von Start-ups in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zu sprechen kam.
Ich muss zugeben, dass so ohne Notizen eine Wiedergabe eines solchen mehrstündigen Events nach über einer Woche, voll mit Eindrücken des MWC und der Stadt Barcelona und einer anschließenden Grippe, nahezu unmöglich ist. Aber alle Videos dieses TechCrunch Talks sollen noch online gestellt werden, so dass man sie sich noch einmal ansehen kann. Allerdings scheint das Hochladen noch etwas zu dauern. Wer es also noch sehen möchte, sollte ab und zu mal hier vorbei schauen, ob sich etwas tut.
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