Viel wird heute über offene Unternehmenskommunikation geredet, neue Konzepte gesucht, ausprobiert und soweit ich weiß, sind die Ergebnisse ausgesprochen uneinheitlich. An einem Fall aus der Mobile Branche können wir nun miterleben, wie in diesem Fall junge Kunden auf eine erhebliche Verschlechterung der Konditionen bei gleichzeitiger offener Unternehmenskommunikation reagieren.

Blyk ist ein finnisches Start-up, das in Großbritannien seinen Service bereits gestartet hat, bei dem die jungen Nutzer stark verbilligt mobil Telefonieren und Surfen können und dafür Werbung auf ihr Handy erhalten. Blyk hat nun seine Konditionen geändert:
The advertisers’ money supports the venture. Since it debuted in the UK 18 months ago, Blyk members have received 217 texts and 43 minutes of call time per month for receiving the marketing campaigns. Out-of-bundle prepay charges apply at 15p a minute and 10p a text. But Blyk changed its bundle terms, and instead introduced a new £15 allowance, enabling any combination of ‘free’ voice, text and data usage at prepay rates (with data charged at £1 per MB). Savvy Blyk users calculated at those rates they were around £13 per month worse off suddenly, their complementary usage worth £15 instead of £28 per month, and criticised the move as credit crunch cost-cutting on Blyk’s online forum.
Die Reaktion von Blyk auf die Beschwerden im eigenen Forum:
“We know that you have concerns about the new refill and we’d like to give you some background to these changes. No one – including us – knows how the economy will fare in 2009 and beyond. Blyk is aware that £15 of free credit is not as much ‘free’ as you’ve received in the past. The changes that Blyk is making today will ensure that Blyk can continue to bring members ‘free’ communication long into the future. And like many of you have said: ‘It’s far better to have Blyk than not to have Blyk at all’.”
Ein paar interessante Dinge kommen hier zusammen.
Das Unternehmen verändert die Konditionen mit der Begründung “es könnte ja schlechter werden”. Das kann stimmen, wäre dann eine sehr offene Art mit bevorstehenden, schweren Zeiten umzugehen. Es kann aber auch sein, dass die Werbeeinnahmen, die Blyk bisher erzielte nicht ausreichen, die Lücke zwischen eigenen Kosten und Umsätzen der Nutzer zu schließen.
Blyk hat offensichtlich ein starkes Selbstbewußtsein, wenn es seinen Kunden sagt. “Besser Blyk zu schlechteren K0nditionen als gar kein Blyk”. Respekt! Man könnte das auch für Arroganz halten.
In der hier zitierten MobileNews steht weiterhin, die Anmeldungen bei Blyk, die nur auf Einladung durch bestehende Nutzer erfolgen können, seien um 30 Prozent gestiegen. Das würde der Art und Weise, wie Blyk mit seinen Kunden kommuniziert Recht geben.
Wir werden weiterhin ein Auge auf Blyk haben und sehen, wie es dort weiter geht.













