Google digitalisiert schon seit einiger Zeit Bücher und zwar so, dass die Seiten eingescannt werden, was ein recht aufwändiges Verfahren ist. So kann aber der Nutzer die Original-Seiten des Buches anschauen, was bei Werken mit historischer Relevanz von entscheidender Bedeutung sein kann. Mittlerweile hat Google so ungefähr 1,5 Millionen Bücher digitalisiert und der Welt frei zugänglich gemacht. Dieser Zugang ist nun nicht mehr nur vom PC möglich sondern auch vom Mobiltelefon, wobei hier ausschließlich der Text dargestellt wird. In Deutschland erhält der Nutzer Zugang zu ca. 500.000 Titeln.

Auch amazon möchte die 230.000 eBooks, die für das Kindle angeboten werden, ebenfalls für andere mobile Devices verfügbar machen. Der Unterschied zwischen Google und amazon liegt nicht nur in der schieren Anzahl von Büchern. Sicherlich hat Google mehr Titel, aber es handelt sich hierbei um “alte” Werke, bei denen das Copyright bereits abgelaufen ist. Hier hatten wir in Deutschland schon lange mit dem Gutenberg Projekt Zugriff auf lizenzfreie Bücher und konnten Klassiker nicht nur am PC sondern auch hier schon am Handy lesen. Mit Wattpad steht ebenfalls schon länger ein annehmbarer eBook-Client zur Verfügung, mit dem man ebenfalls Zugriff auf das Gutenberg Projekt hat.

Amazon führt in seinen eBooks aber auch aktuelle Titel bis hin zu Bestsellern. Dies macht amazons Angebot trotz geringerer Stückzahlen dennoch interessant. Denn aufgrund der Hintergrundbeleuchtung der Handys prophezeien Experten dem Mobiltelefon keine rosige Zukunft als eBook-Reader. Hier sollen Geräte wie der neue Kindle von amazon oder der neue eBook-Reader von Sony, die beide in Kürze vorgestellt werden sollen, den Markt erobern. Diese Geräte haben in etwas Buchgröße und können wegen der fehlenden Hintergrundbeleuchtung auch bei schwierigen Lichtverhältnissen gut lesbar sein. Ausserdem soll die Akkuleistung dieser Reader auch langes Schmökern ermöglichen. Ich hatte diese Reader alle einmal in der Hand und konnte sie vergleichen. Emotionen lösen sie alle nicht aus, denn sie glänzen alle durch im Grunde fehlendes Design. Das Handling ist allerdings einfach und die Displays sind wirklich gut lesbar.

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