Es war ja fast zu befürchten. Nachdem die Zahlen über verfügbare Applikationen, Downloads und Umsätze im AppStore alle paar gefühlten Tage Wochen durch die Presse geisterten, mussten ja nach und nach weitere auf diesen Zug aufspringen. Nachdem Google mit seinen Android Market Place, RIM sein BlackBerry Application Center und Palm bald mit dem WebOS App Catalog gestartet sind bzw. starten werden, hat nun also auch Samsung angekündigt, seinen “Applikationsladen” genannt ‘Samsung Mobile Applications’ auf dem Mobile World Congress in Barcelona vorzustellen. Geben soll es bei Samsung 1.100 Applikationen für S60- und Windows Mobile-Telefone.
Nun ist es nichts Neues, Applikationen für Mobiltelefone in Webshops anzubieten. Die meisten sind zwar einigermaßen ramschig, unübersichtlich und auch nur bedingt erfolgreich, aber es gibt auch positive Beispiele und das nicht erst seit ein paar Wochen sondern schon ziemlich lange. Insbesondere Samsung tut also etwas, das es schon lange gibt. Denn im Gegensatz zu den anderen mit ihren Distributionslösungen, ist Samsung der einzige Anbieter, der nicht Herr über die Plattform ist. Gut, Nokia und Microsoft halten sich zurzeit einigermaßen bedeckt, was ihre App-Stores angehen wird, aber auch dort wird etwas entstehen, das dürfte fest stehen.
Vor diesem Hintergrund gebe ich Samsung nicht viele Chancen, es sei denn – was wirklich unwahrscheinlich ist – Nokia, Microsoft und Samsung tun sich zusammen und bauen einen gemeinsamen Store. Eine Adresse für die Entwickler, ein Anlaufpunkt für die Nutzer. Aber soweit wird es nicht kommen. Ganz im Gegenteil. Wir werden sicherlich in der nächsten Zeit noch verschiedene “neue” App-Stores sehen, nützen wird es nicht wirklich, aber solch einen Zug kann man doch einfach nicht an sich vorbei fahren lassen.
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