Gestern war ich hier im schönen Hamburg auf der Pressekonferenz von T-Mobile zum Launch des G1 in Europa. Wer mobile zeitgeist via twitter folgt, konnte mein Live-Twittern miterleben und hatte natürlich die neuesten Infos sofort. Ich fasse aber die wichtigsten Fakten von gestern noch einmal zusammen:
Start des G1
30.1.2009: Österreich, Tschechien, Niederland
2.2.2009: Deutschland
Im Februar, aber noch ohne festen Termin: Polen
Tarife / Konditionen
Je nach Wahl des Tarifs gibt es das G1 ab 1 Euro. Die Tarife gibt es hier, die Laufzeit beträgt grundsätzlich 24 Monate. Auf die Frage, wie denn Bestandskunden auf das G1 umsteigen könnten, antwortete T-Mobile, dass man nach einer Laufzeit von 12 Monaten seines bestehenden Vertrags diesen in einen neuen wandeln könne. Ohne Vertrag wird es das G1 für 449,95 Euro von T-Mobile geben.
Mit dem G1 hat T-Mobile auch seine neue Tarifstruktur vorgestellt, die ich hier nicht im Einzelnen durchgehen möchte. Die Ausrichtung von T-Mobile geht grundsätzlich in Richtung Flatrates, allerdings mit den bekannten “Haken und Ösen”, wie z.B. Begrenzung des Datentransfervolumens. Was mich persönlich aber am meisten stört ist, dass ich nun mit den Flatrates etwas bezahlen soll, was ich nicht haben will, wie Frei-SMS und -MMS und kostenfreie Instant Messaging Dienste, die ich ohnehin schon längst nutze, siehe Twitter.
T-Mobile wurde gefragt, ob Voice-Over-IP mit dem G1 möglich sei, woraufhin zunächst die Einschätzung von T-Mobile mehrfach wiederholt wurde, dass VoIP ohnehin tot wäre, da das Telefonieren ja so günstig sei, da würde sich VoIP keiner mehr antun. Kann man so sehen, muss man aber nicht. Jedenfalls wird mit dem G1 VoIP möglich sein.
Eine weitere Frage aus dem Auditorium war, ob denn der Kunde für die Firmwareupdates zahlen müsse, d.h. ginge der Download von möglicherweise großvolumigen Updates zu Lasten seines Datenvolumens. Ja, klare Aussage von T-Mobile, der Kunde solle darauf achten, große Datenvolumina möglichst im WLAN herunter zu laden.
Noch ein Punkt, bei dem nachgehakt wurde, bezog sich auf die Meldungen, dass das G1 immer (auch, wenn man im Ausland ist) von sich aus SMS verschickt bzw. eine Datenverbindung öffnet, um Daten auszutauschen. T-Mobile versicherte, dass dies mit den Geräten, die in Deutschland ausgerollt werden, nicht passieren würde.
Aussagen auf der Bühne
Im Android Market Place sind jetzt 700 kostenfreie Applikationen verfügbar.
T-Mobile Chef Hamid Akhavan sagte, dass das G1 das von T-Mobile in den USA meist verkaufte Mobiltelefon sei und fügte nach einem kurzen Nachluftschnappen im Auditorium (offensichtlich hören die Leute nicht wirklich hin) hinzu, dass T-Mobile in den USA das iPhone nicht verkaufen würden. Zumindest hat ein Journalist von Reuters nicht richtig hingehört und auf seinen Artikel hin ist MobileCrunch fast an die Decke gegangen und hat behauptet, T-Mobile würde seine Markteinführung mit einer Lüge begleiten. Trotzdem mehrere Leute (auch ich) Matt Burns, den Autor des MobileCrunch-Artikels, auf seinen Irrtum hingewiesen haben, hat er es bis heute nicht richtig gestellt. Schade, wie ich finde.
Frage: Wann wird MS Exchange vom G1 unterstützt? Antwort: Ja, richtig, MS Exchange wird zurzeit nicht unterstützt.
Hier noch als Ergänzung ein paar Infos zu Android, u.a. Samsung Android Handy und Software-Update cupcake für das G1.
Übermorgen und Freitag bin ich auf den M-Days in München. Also schnell noch mobile zeitgeist bei Twitter folgen, dann gibt’s die “brühwarmen” News gleich live von dort.
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