Barcoo – Scan Dich glücklich! EAN-Codes mobil lesen

barcoogirlDas ist der Claim, den sich die drei sympathischen, schwäbischen Jungs von Barcoo.de seit dem Jahr 2007 auf die Fahnen geschrieben haben, die ich am Freitag auf ein Interview traf. Benjamin, Tobias und Martin entwickeln, auch mit der Hilfe von Fördergeldern, eine Handy-Software, die es möglich machen soll, alle uns umgebende EAN-Produktcodes (die seit dem 1.1.2009 GTIN- heißen) mit dem Handy zu scannen und über eine mobile Internetseite, Zusatzinformationen zu Preis, Verfügbarkeit, Inhaltsstoffen und Ökosiegeln zu erhalten. Basis des Dienstes sind die auf fast allen kaufbaren Produkten aufgedruckten 8- und 13-stelligen EAN-Barcodes, die in den Handel gehen und über die GS-1 Organisation vergeben werden. Der Clou ist, dass diese Nummern eineindeutig einem Produkt zuzuordnen sind und in die Kassensysteme des Handels integriert sind. Die Trefferquote und Verlässlichkeit der Codes liegen laut Aussage der drei bei 99%. Da fast alle handelsüblichen, aktuellen Handys über eine Kamera verfügen und die Autofokusfunktion immer mehr zum Standard wird, was wichtig für die Codeerkennung aus ungefähr 15 cm Entfernung ist, macht die Entwicklung einer Scannersoftware auf unterschiedlichen Betriebssystemen absolut Sinn. Vielleicht haben einige von Euch schon von Shop-Savvy aus den USA gehört, ein ähnliches System das auch schon auf dem Android G1 läuft und Software-Entwicklerpreise abgeräumt hat. Das Gute an dem Barcoo-System ist, hat man erst einmal eine zuverlässige und gut gepflegte Datenbank der unterschiedlichen, kaufbaren Produkte, was z.B. in dem Lebensmittelbereich noch aussteht, dass man sich an viele andere Dienste und Foren, Verbraucherinformationen und Preisvergleiche wird ankoppeln können. Bei Kleinelektronik und Büchern funktionierte das in unserem Test schon sehr gut. Offiziell ist Barcoo zwar noch nicht gestartet, ist aber inzwischen testbereit und unterliegt keinen Restriktionen, und man würde sich über noch mehr Rückmeldungen und Verbesserungsvorschläge an post@barcoo.de sehr freuen. Die Geräte, für die bisher eine Softwareversion verfügbar ist, könnt ihr hier einsehen.

Stellt man sich die Möglichkeiten eines solchen mobilen Systems einmal in allen Konsequenzen vor, ist dem Kunden und Endverbraucher ein sehr guter Dienst an die Seite gestellt, um sich z.B. auch über Allergene, Zusatzstoffe, nachhaltige Produktionsmethoden, Testberichte und nicht zuletzt zu informieren.

Es gibt übrigens, darauf wollte ich noch hinweisen, ab und zu Irritationen im Einzelhandel, wenn Kunden mit dem Handy deren Produkte fotografieren und sich Zusatzinformationen aus dem Netz ziehen. So soll es wohl in den USA auch schon einmal einen Laden gegeben haben, der auf sein Hausrecht pochte und Handy-Funkwellenblocker aufgestellt haben soll. Auf solche technik- und verbraucherfeindlichen Aktionen reagieren die drei allerdings gelassen. Man wolle solche Praktiken dann durch den Hinweis auf Informationsfreiheit anprangern und publik machen.

However, eine gute Idee, die da umgesetzt wurde und wenn man sich „glücklich scannen“ kann, dann wohl mit diesem Dienst. Also, Handys raus und mitgescannt! Hier sind ein paar Beispielcodes hinterlegt!

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Martin Walter

Martin Walter

Martin Walter war Kreativkonzepter bei der Yoc AG in Berlin und heute bei der Iconmobile GmbH als Senior Manager Mobile Marketing tätig. XING.

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