Der Handy-Primus Nokia verabschiedet sich wegen Erfolglosigkeit aus dem japanischen Markt. Der Verkauf von Mobiltelefonen werde in dem Land eingestellt, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Tokio mit. Einzige Ausnahme sei die Luxusmarke Vertu. Nokia-Manager Timo Ihamuotila sagte, das Engagement in Japan sei in der derzeitigen weltwirtschaftlichen Lage “nicht mehr tragbar”.
Japan ist der viertgrößte Handymarkt der Welt nach den USA, China und Indien. Nokia hat es hier aber trotz zuletzt verstärkter Anstrengungen nicht geschafft, sich gegen die heimische Konkurrenz durchzusetzen. Der Marktanteil dümpelte bei um die 1 Prozent, während es weltweit 38 Prozent sind.
Nokia leidet derzeit weltweit unter einem Nachfrageschwund infolge der Finanzkrise. Der japanische Markt gilt dabei als besonders schwierig, weil gesättigt. Die Mobilfunk-Unternehmen auf den Inseln haben 109 Millionen Kunden - damit haben rechnerisch 85 Prozent aller Japaner vom Kleinkind bis zum Greis ein Handy.
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