Dieses Wochenende sind mir zwei Kampagnen japanischer Automobilhersteller aufgefallen, die beide einen mobilen Bestandteil haben und mit QR-Codes arbeiten.

Die eine Aktion stammt von Nissan für den Qashqai. Aufmerksam wurde ich durch eine Printanzeige in einer Modezeitschrift (ich glaube, es war das Stylemag) und dem eingebundenen QR-Code. Also, schnell das Handy gezückt, Code gescannt und schon befand ich mich auf der mobilen Kampagnenseite.

Auf der Seite gibt es umfangreiche Produktinfos, eine Downloadecke (Wallpaper und Töne), ein paar Videos, sowie  eine Weiterempfehlungsfunktion und eine herunterladbare Applikation. Insgesamt sauber umgesetzt, wenngleich ich den optischen Bruch zwischen Startseite und den Unterkategorien etwas verwirrend finde.

Alles in allem ist die Nissan Seite ein sehr gutes Beispiel für den Status mobiler Kampagnen im Allgemeinen und den (inhaltlichen) Umfang entsprechender Auftritte von Automobilherstellern.

Einen Schritt weiter geht Toyota mit der aktuellen Kampagne für den Stadtflitzer IQ. Begleitend zur Produkteinführung gibt es in sechs deutschen Großstädten eine Art Roadshow. In deren Zentrum steht das Appartement eines gewissen John, der wohl stellvertretend für die Zielgruppe stehen soll.

Johns Appartement wurde erst gestern in Hamburg eingerichtet, ich hab es daher noch nicht live gesehen. Es ist aber wohl so, dass es diverse Aktionen in seinen Räumlichkeiten gibt, die Passanten besuchen können.

Anders als beim Qashqai wird ein QR-Code auch auf Plakaten gedruckt, die derzeit an vielen Orten Hamburgs zu sehen sind. Verknüpft sind diese auch mit einer mobilen Website, wenngleich sich diese inhaltlich deutlich von der Nissan Seite unterscheidet. Es gibt zwar die üblichen Wallpapers, außerdem kann eine Broschüre zum Auto angefordert werden und in den Headern der Seite taucht das Auto auch überall auf, ansonsten dreht sich alles um Johns Appartement und nicht ums Auto.

User der Seite haben dabei vor allem die Möglichkeit, sich den Kalender von John zu installieren, um so auf dem Laufenden zu bleiben, wann es sich für sie lohnt, einmal persönlich vorbeizuschauen. Und einen Lageplan gibt es natürlich auch.

Zusätzlich gibt es auch noch eine Website, auf der über Johns Bude berichtet wird. Mit mehr Infos als auf der mobilen Version, mit einem Blog und einer Webcam.

Die Exekution der Toyota Seite(n) gefällt mir nicht so gut, was (zumindest teilweise) auch Geschmackssache ist. Inhaltlich zeigt die Aktion aber sehr gut, wohin, meiner Meinung nach, die Reise für mobiles Marketing hingehen sollte. Es ist nicht einfach nur ein weiterer Kanal, über den Kampagnen verbreitet werden. Alle Medien spielen eine spezielle Rolle und müssen als eine gemeinsame (Werbe-)Umwelt (Environment) gesehen werden.

Im Fall von Toyota sorgen die Plakate für ein Grundrauschen und für Aufmerksamkeit, die mobilen Inhalte zu besuchen. Auf dem Handy haben die User dann die wichtigsten Informationen und Optionen zum Event in der Hosentasche und im Netz wird die Aktion entsprechend begleitet.

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