Ein Grund warum mobile advertising und mobile marketing im Allgemeinen nicht abhebt, ist ja die fehlende Messbarkeit. Angeblich.

Wir wissen es alle, wir beklagen es alle, wir reden uns alle auf etlichen Veranstaltungen den Mund zum Thema Messbarkeit fusselig und trotzdem: Es scheint als gäbe es für dieses Problem keine Lösung. Doch noch viel schlimmer. Für mich scheint es auch, als würde sich keiner wirklich und ernsthaft eine Lösung überlegen wollen. Keines der vielen Start ups oder aber der etablierten Player setzt sich hin um die Lösung dieses Problems zu seiner Mission zu machen. Ich weiss, ich weiss. Alles sehr komplex und gar nicht so einfach.Doch wenn die mangelnde Messbarkeit nun denn wirklich eines DER Showstopper für mobile advertising ist, wie erfolgreich könnte dann jemand sein, der plötzlich eine Lösung anbietet? Der oder diejenige hätte den Schlüssel um eine ganze Branche in Bewegung zu versetzen und den Rubel ins Rollen zu bringen! Endlich! Die Erlösung auf die soviele warten.

Doch Moment: Warten den tatsächlich so viele auf diese (Er)lösung?

In den letzten Tagen habe ich mich mit einigen Kollegen aus der Branche zu diesem Thema unterhalten und kurz zusammengefasst haben sie mir zwei Denkanstösse gegeben:

1.) Die Branche will in Wirklichkeit gar nicht zuviel Messbarkeit, denn auch Misserfolg ist messbar. Wenn dann am Ende nur 30 Leute mitgemacht oder draufgeklickt haben, ist es doch besser erst gar nicht zu messen und sich darauf auszureden, dass es noch gar nicht ordentlich messbar sei. Und darum klemmt sich auch niemand hinter dieses Thema.

2.) Die fehlende Messbarkeit ist in Wirklichkeit gar kein Showstopper. Es wird quasi nur als Showstopper vorgeschoben, als Vorwand missbraucht, damit man ein Alibi hat um zu erklären warum die Sache denn immer noch nicht abhebt.

Ahja. Also lieber gar nicht messen, als Misserfolg messen?

Lähmt die Furcht vorm Misserfolg die Branche?

Oder ist das alles nur eine laue, faule Ausrede und der heisse Brei um den man herumredet um den noch nicht dagewesenen und vielleicht niemals kommenden Erfolg von mobile advertising weniger hässlich aussehen zu lassen ?

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