Die ersten Android Geräte haben die Hände von Testern in den USA passiert und die ersten Rückmeldungen und Rezensionen sind ja fast als verheerend zu bezeichnen. Über kurze Akkulaufzeiten bei GPS-Betrieb, keinen normalen Kopfhöreranschluß, eine fehlende Kamerafunktion, die mangelhafte Unterstützung von mehreren E-Maikonten und die Unfähigkeit mit einigen Dateiformaten umgehen zu können, kommt jetzt auch noch die Kritiken an der “Remote-Kill-Application”-Funktion, die in den AGB der Android Market  vom Fachdienst IDG entdeckt wurden, hinzu. Auch das hatte bekanntlich Schwächen beim Empfang von WAP-Push-Nachrichten, dem Speichern von Inhalten und die Gebundenheit an den hauseigenen Vertiebskanal App Store. Aber beide Philosophien, attraktive Mobilgeräte mit der Monetarisierung durch einen “Hausverkaufssender” voranzutreiben, prägt Stilblüten aus und zwar amerikanische.

Im Unterschied zum iTunes App Store, bei dem nach einer Lizensierung die Software überprüft wird, hat man im “Android Market“, der erst einmal allen Entwicklern offen steht, diese Prüfung nicht vorgesehen und möchte nach einem Verstoß gegen die AGB und Programme aus der Entfernung auf den jeweiligen Geräten löschen. Irgendwie kommt einem, auch wenn der “Schutz des Komsumenten” hier im Vordergrund steht, ein mulmiges Gefühl auf, wenn sich das persönliche Handheld automatisch verändert und sich Entscheidungen aus der Entfernung beugt. Bei der ganzen Diskussion um das hermetische Prinzip des iTunes Stores, des Ferneingriffes auf Androidhandys und den restriktiven Lizensierungsmodellen und Formulierungen der Wertschöpfungsketten, bleibt bei mir langsam der Spaß auf der Strecke. Wo sind denn die kleinen dreckigen Zusatzprogramme? Wo sind die trashigen und sinnfreien, verrückten Spiele der kreativen Entwicklergemeinde. Wo stecken die Erotik und die politisch unkorrekten Ballerspiele? Ich will Itchy und Scratchy auf meinem Bildschirm und keine digitalisierte Version des amerikanischen Political-Correctness-Welt. Ich bin erwachsen und ich weiß selber was ich will. Und wenn ich dafür zahle – will ich alles! Was meint Ihr? Bleibt die digitale Kultur auf der Strecke? Beteiligt Euch im Forum!

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