Im März 2006 im schönen Heilbronn am Neckar gegründet, ist die SIC! Software GmbH ein international anerkannter und etablierter Ingenieurdienstleister. Zum Leistungsspektrum der SIC! Software gehört neben der Softwareentwicklung auf Mobiltelefonen für Java, Symbian OS, Apple iPhone, Blackberry OS und Windows Mobile auch die Entwicklung schlüsselfertiger mobiler Anwendungen, der dazu gehörigen Serverapplikationen und deren Betrieb.
Mit BT-Watch hat SIC! Im September dieses Jahres eine kostenfreie Applikation für die Bluetooth-Uhren MBW-100 und MBW-150 von Sony Ericsson vorgelegt. Waren die Uhren bisher nur mit Handys von Sony Ericsson nutzbar, so ermöglich BT-Watch nun auch Besitzern von S60 Smartphones von Nokia und Samsung die Uhren im Zusammenspiel mit ihren Mobiltelefonen zu nutzen.
Mithilfe von BT-Watch werden die Texte eingehender SMS auf dem Uhrendisplay angezeigt. Die Nachrichten lassen sich scrollen und so komplett lesen. Es gibt eine Anzeige für eingehende eMails, die den Anwendern von Nokia S60 Handys durch Anzeige der Betreffzeile auf dem Display signalisiert werden. Außerdem können Alarme und Erinnerungen auf der Uhr angezeigt werden, so dass der Anwender sein Handy nur noch zum Telefonieren aus der Tasche ziehen muss. Innerhalb von nur vier Wochen haben sich hunderte Anwender BT-Watch von der sic!-Webseite herunter geladen, wobei 70 Prozent aller Downloads für die Nokia-Modelle Nokia N95, Nokia E90, Nokia E71 erfolgten.
Bei YouTube gibt es ein Video, das die Funktionen von BT-Watch zeigt. Die Pressemeldung findet sich wie immer in unserem Forum.
Die technische Basis der Anwendung ist die SIC! eigene BT-Library, die in zahlreichen Kundenprojekten eingesetzt wird. Die Auslieferung der Software erfolgt kostenlos über die WAP-Push Plattform Con2mo von SIC!.
Bisher gab es lediglich Herrenmodelle der Bluetooth-Uhren von Sony Ericsson, doch seit ca. vier Wochen ist die MBW200 für Damen auf dem Markt. BT-Watch wird natürlich auch mit diesem Modell laufen.
Ein weiteres spannendes Projekt hat SIC! dieser Tage für die Swisscom durchgeführt. In nur vier Monaten realisierte SIC! einen „Autoinstaller”, mit dem beliebige Applikationen von einer Speicherkarte selbsttätig auf Nokia Handys mit Symbian OS installiert werden können. Dies ermöglicht Swisscom das Angebot individueller Applikationsbundles, indem dem Mobiletelefon die entsprechend konfigurierten Speicherkarten beigelegt werden. Die Karten werden von den Logistikpartnern der Swisscom in die Geräte eingelegt. Startet der Nutzer sein neues Mobiltelefon, läuft die Installation vollautomatisch ab. Der Nutzer braucht nichts zu tun und erhält nach erfolgter Installation die Ergebnisse in einer Übersicht angezeigt.
Die Vorteile für Swisscom liegen einerseits darin, schnell auf neue Handymodelle von Nokia reagieren zu können. Andererseits können die Nutzer unkompliziert auf neue Applikationen hingewiesen und zum Einsatz der Software angeregt werden. So erleichtert Swisscom den Zugang zu den eigenen Diensten, die ihnen wiederum zusätzliche Umsätze bescheren.
Die Pressemeldung kann in unserem Forum nachgelesen werden.
Der Geschäftsführer von SIC! Software, Wolfram Herzog, war so nett, mir noch ein paar Fragen zu beantworten.
1. Wie kamen Sie auf den Firmennamen? [sic!] ist ja ein eher in wissenschaftlichen Zusammenhängen bekannt.
Das Schreiben guter Software ist ja auch eine Wissenschaft ;-). Die SIC! Software wurde gegründet, nachdem in meiner alten Firma „Yellow Computing” ein tief greifender Umbau und eine strategische Neuausrichtung nötig wurde, der aber mit dem damaligen Mitgesellschafter nicht möglich war. Das Ziel war, mit der neuen Firma meine geplante Strategie umzusetzen. Eine Gruppe langjähriger Mitarbeiter war bereit, diesen Weg mit zu gehen und so habe ich zusammen mit Rayko Enz die SIC! Software GmbH gegründet.
Der Name SIC! von uns gewählt, weil die Übersetzung des lateinischen Begriffes hier „So ist es” bedeutet - es ist als ein Statement zu verstehen, die alten Zöpfe abzuschneiden und etwas Neues zu machen.
2. Ein paar Worte zu Ihrem Unternehmen bitte. Seit wann gibt es die SIC! Software GmbH? Wie viele Mitarbeiter haben Sie heute? Wo möchten Sie mit Ihrem Unternehmen in fünf Jahren sein?
Die SIC! Software wurde im März 2006 gegründet und ging damals mit 6 Mitarbeitern an den Start. Heute (September 2008) sind wir bei 24 Mitarbeitern angekommen.
Unser Ziel ist es, einer der technologisch kompetentesten Ingenieurdienstleister für die Softwareentwicklung auf Mobiltelefonen zu sein - herstellerunabhängig und plattformübergreifend.
Wo wir in fünf Jahren stehen werden, ist in diesem dynamischen Markt nur schwer zu sagen. Wir investieren auf jeden Fall regelmäßig in neuen Technologien und die Weiterbildung unserer Mitarbeiter.
3. Auf Ihren Webseiten steht “Als verantwortungsvoll handelndes Unternehmen ist das gesellschaftliche Engagement für uns fester Bestandteil unseres Selbstverständnisses.” Welches gesellschaftliche Engagement ist hier angesprochen?
Wir bieten regelmäßig Praktikantenplätze für die Hochschule an, wir halten Vorlesungen im Bereich Software Engineering und veranstalten Labortage, bei denen die Studenten praktische Übungen machen können, die aus der Realität stammen. So bekommen diese einen Einblick wie die Wirklichkeit ausschaut.
Weiterhin unterstützen wir Schulen und Hochschulen mit EDV-Equipment und anderen Sachspenden.
4. Die mobile Welt ist von großer Heterogenität geprägt, die allen Beteiligten mehr oder weniger große Probleme bereitet. Wie sehen Sie die zukünftige Entwicklung? Was verändern iPhone, Android und Linux?
Wir erwarten dass die Fragmentierung der technischen Plattformen in Zukunft eher steigen wird als sinken. Die Erwartungen an Linux sind in meinen Augen viel zu groß. Bei Linux wird in der Regel ein offenes System assoziiert - das wird aber im Mobilgerätebereich eher nicht der Fall sein. Letztlich haben die Netzbetreiber und Gerätehersteller das Ganze in der Hand - und die wollen ja die Kontrolle behalten um Ihre Ziele zu erreichen. Es gibt jetzt schon Linux-basierte Handys wie z.B. das Motorola RAZR2 V8 - aber für den Anwender oder Entwickler hat das keinerlei Vorteile. Es ist ein geschlossenes System mit MIDP Java wie jedes andere Handy auch.
Apple hat mit dem iPhone einen wichtigen Schritt geschafft: Man hat das Benutzerinterface revolutioniert - Finger statt Plastikstäbchen! Ich bewerte das ähnlich wie die Einführung des Apple MAC in den 80er Jahren. Damit begann der Siegeszug der Computermaus.
Die Euphorie mit Android ist mir derzeit völlig schleierhaft. Wirklich Innovatives kann ich da bisher nicht erkennen. Es ist der Versuch, ein „always-online” Handy zu etablieren, bei dem dann die großen Internetanbieter - allen voran Google - den Benutzer völlig in der Hand haben und bequem auf Ihre Dienste lenken können. Das kann funktionieren, wenn die Kommunikationskosten sehr gering und die Netzabdeckung umfassend ist. Derzeit sehe ich das aber hier in Europa noch nicht. Und dann steht noch die Frage im Raum, wie offen die Android Plattform für unabhängige Serviceanbieter tatsächlich sein wird.
5. Wie helfen Sie als Ingenieurdienstleister den Playern im Markt?
Als Spezialisten decken wir den kompletten Ablauf eines Softwareprojektes auf dem Handy ab. Systemdesign, Beratung und Studien sind für die meisten Kunden ein wichtiger Bestandteil unseres Angebotes.
Wir helfen bei der Analyse der Anforderungen, entwerfen das User-Interface realisieren die Anwendung und führen auch die für den Roll-out nötigen Services wie Signierung und Zertifizierung durch. Damit entfällt bei unseren Kunden eine Menge Administrations- und Koordinationsarbeit und die Time-to-Market kann entscheidend verkürzt werden
6. Was unterscheidet Sie von Ihren Mitbewerbern?
Unser Team besteht aus Experten mit langjähriger Erfahrung im Bereich Softwareentwicklung für Mobile Devices. Unsere Senior Developer sind teilweise seit über 12 Jahren ausschließlich in diesem Gebiet unterwegs.
Nach Aussage unserer Kunden sind die bei uns etablierten Entwicklungsprozesse unsere größte Stärke. Wir können Anwendungen simultan für eine Vielzahl verschiedener Geräteplattformen entwickeln, haben einen hochgradig automatisierten Build- und Releaseprozess und ein dokumentiertes Testverfahren. Damit haben wir stets reproduzierbaren Code! Fehlerbehebung führt nicht dazu dass an anderer Stelle neue Fehler erscheinen.
Kurz gesagt, unsere Entwickler liefern das, was Sie versprochen haben, auch tatsächlich. So können unsere Kunden auch nach dem Roll-Out an Tausende von Benutzern ruhig schlafen - die Software funktioniert zuverlässig.
Zudem sind wir ein bisschen konservativ in unserem Geschäftsgebaren. Wir sagen dem Kunden was technisch geht und was nicht. Auch wenn das manchmal unangenehme Wahrheiten sind. Dabei sprechen wir mögliche Risiken offen an und sagen was man dagegen tun kann. Wir stehen zu unserem Wort und erwarten das auch von unseren Kunden.
Manche mögen das altmodisch finden, aber viele unserer Kunden schätzen das in der heutigen Zeit.
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