Seit geraumer Zeit sind sich alle Beteiligten des Code-Reading-Ökosystems einig, dass sich diese Technologie erst durchsetzen wird, wenn die Scanning-Applikationen schon bei Auslieferung der Handys vorinstalliert (embedded) sind. So ist es zum Beispiel in Japan, das ja sehr häufig als leuchtendes Beispiel für die Nutzung von zweidimensionalen Barcodes angeführt wird.

Nun lese ich heute Abend, dass Samsung auf seinen Geräten einen Code Reader vorinstalliert ausliefern will und zwar den von Scanbuy. Wirkt diese Meldung auf den ersten Blick wie die Erlösung von einer langen und unangenehmen Krankheit, so ist nach einem zweiten Blick von Genesung keine Rede mehr. Ein Anbieter eines proprietären Codes, des EZ-Codes, embedded bei einem Handyhersteller? Ja, der Reader soll auch Standard Codes lesen können, wie QR oder Datamtrix, doch das scheint nicht wirklich verlässlich zu funktionieren.

Das Ganze Thema, inklusive der Veröffentlichung eines Whitepapers der CTIA, die bereits den EZ-Code favorisierte und der offen augetragene Streit zwischen Scanbuy und Neomedia (zurzeit bei Bena auf GomoNews), hat Felix drüben bei Mobile-Tagging sehr gut zusammen gefasst.

Weitere Artikel von Heike Scholz

Ihnen hat der Beitrag gefallen? Abonnieren Sie einfach unseren RSS Feed oder unseren Email-Newsletter.

Verwandte Artikel