Letzte Woche fand bei arvato mobile der zweite Mobile Games Day statt.

Über Wege zu neuen Zielgruppen diskutierte am vergangenen Dienstag die europäische Mobile Games Branche auf dem zweiten arvato mobile Games Day. Gastgeber arvato mobile stellte mit dem Partner butterfly-effected eine neue Downloadtechnologie vor, die den Mobile Games Markt mit niedrigschwelligen Lizenzmodellen in Fahrt bringen soll. Die so genannte Wrapper-Technologie erlaubt es, Spiele zunächst für eine kostenlose Testphase herunter zu laden und bei Gefallen schrittweise weitere Nutzungsrechte dazuzukaufen – zum Beispiel von Level zu Level. Als Pionier seiner Branche setzt arvato mobile die Wrapper-Technologie ab sofort auf seiner Mobile-Entertainment-Plattform handy.de ein. „Wir nutzen das Wrappen, um gezielt neue Verbrauchergruppen anzusprechen”, erklärte Oliver Breitfeld, Head of Games bei arvato mobile. „Mit den neuen Lizenzmodellen können Einsteiger Mobile Games kostenlos kennen lernen und sich zu kleinen Preisen und ohne langfristige Verpflichtungen zur Vollversion herantasten.”

Für hitzige Debatten sorgte der Trend zu werbefinanzierten Handy-Spielen, die dem Endverbraucher komplett kostenfrei zur Verfügung stehen. Spieleentwickler wie Christopher Kassulke, CEO von , und Andreas Stecher, EVP Sales bei Fishlabs, betonten auf einer Podiumsdiskussion, dass Adfunding ihnen die Möglichkeit gebe, unabhängig von den Operatoren wie Vodafone oder T-Mobile mit ihrer Zielgruppe auf Tuchfühlung zu gehen – und Extra-Umsätze zu generieren. Denn für kostenpflichtige Mobile Games funktionieren bisher die Operator-Portale als Nadelöhr zum Verbraucher. Daran wollten Aaron Johnston, Games Manager von Vodafone UK, und Peter Bacher, Content Manager bei T-Mobile UK, gerne festhalten. Sie argumentierten, dass die Branche sich den Markt kaputt mache, wenn sie für qualitativ hochwertige Spiele keinen entsprechenden Preis verlange. Fraglich, wie lange sie diesen Standpunkt noch beibehalten können, gab das Plenum zu bedenken. Denn schon setzten unabhängige Mobile-Entertainment-Portale an, den großen Operatoren den Rang abzujagen: Beispiel USA.

Eine wunderbare Argumentation der Netzbetreiber: “Alles was nicht über uns vermarktet wird, erzielt keinen vernünftigen Preis und macht den Markt kaputt.” Man sollte sie einfach auf ihren hohen Rössern sitzen lassen. Die Entwicklungen an vielen Stellen, auch bei den mobilen Spielen zeigen, dass der Markt den Ausgleich zwischen Angebot und Nachfrage regeln wird. Und glaubt man den Wirtschaftswissenschaftlern, geschieht dies in der Regel auch zu angemessenen Preisen.

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