Das Naturhistorische Museum in Wien verlinkt ein Poster mit der Venus von Willendorf mittels eines QR-Codes, der für meinen Geschmack auf dem Allerwertesten der Venus etwas zu aufdringlich daher kommt.
Jedenfalls verlinkt der Code auf eine mobile Landingpage, auf der man einige Zusatzinfos bekommt und sich ein Spiel “Remember Venus” herunter laden kann. Vorher muss man eine SMS versenden, um den Downlaodlink für den Code Reader zu erhalten. Wenn man den Reader installiert hat, kann man den Pöter der Venus scannen.

Ich hätte es ja eleganter gefunden, man hätte gleich das ganze Plakat genommen und per Bilderkennung interaktiviert. Dann wäre da nicht der in meinen Augen unschöne Code mitten auf der Dame und der gesamte Prozess wäre einfacher gewesen. In anderen Anwendungsbereichen, wie zum Beispiel der Verlinkung in textlastigen Zeitungen, würde ich immer die Codes vorziehen. Aber bei Bildern finde ich in der Regel die Bilderkennung einfach besser, zumal hierbei die Installation einer Handyapplikation entfällt.
Via 2D Code
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Hallo Heike!
Erstmals Glückwunsch für den gelungenen Post.
Lediglich die Kritik der unpassenden Platzierung des QR-Codes kann ich in diesem Fall nicht ganz teilen.
Über die Ästhetik eines Barcodes lässt sich generell streiten. Das ist gewissermaßen Geschmackssache. Auch sollte man sich auch genau überlegen, wo man einen Code plaziert, wenn man ihn schon als mobilen Hyperlink auf einem Plakat verwendet.
Beim Beispiel des “Venus-Plakats” finde ich selbst die Positionierung des Codes als gelungen. Durch seine augenscheinliche Deplazierung wirkt er als Eye-Catcher und erregt Aufmerksamkeit. Seine Rätselhaftigkeit erregt Neugier, zumal ja auch vom “Rätsel der Steinkunst” die Rede ist.
Ob ein ähnlicher Effekt ohne den Code zu erreichen wäre, ist in diesem Fall wohl fraglich.
Für die Objekterkennung sprechen in der Tat, dass sie das “Wesen” und die Ästhetik eines Plakats nicht beeinträchtig. Ein weiterer Vorteil ist derzeit sicherlich, dass keine entsprechenden Applikation vorinstalliert sein muss.
Führt man sich allerdings vor Augen, dass QR-Code-Readersoftware in naher Zukunft flächendeckend auf mobilen Endgeräten vorinstalliert sein wird, relativiert sich dieser Vorzug.
Meiner Meinung nach sind sowohl der QR-Code als auch die Objekterkennung für den Einsatz auf Plakaten geeignet. Die Wahl für eine der beiden Technologien entscheidet sich über das Ziel, welches man durch ihren Einsatz erreichen möchte.
VG
Andreas