Seit ich bei Heike Scholz über mobile Applikationen schreibe, habe ich nicht so schöne und ausgefallene wie die von der 25jährigen Moeko Ishida gesehen. Die Designerin betreibt in der Berliner Brunnenstraße ein Ladengeschäft und hat im vergangenen Jahr mit ihrem Projekt des “Dekoden” bei einem Designpreis gewonnen. Dekoden setzt sich aus den Worten Dekoration (dekoreshyon) und Den(-wa) zusammen, was japanisch für Telefon steht, zusammen und bezeichnet die Kunstfertigkeit mit der sie unseren ständigen Begleiter mit Straßsteinen, Farben und Dekoelementen versieht und individualisiert. Hier ein paar Beispiele:

Ich bin überzeugt, dass eine Ikonisierung und Fetischisierung des Handys auch auf “Hardwareseite” interessant und witzig ist. Moekos Applikationen funktionieren auch wenn wir im Funkloch sind, oder der Akku streikt. Wer nun behauptet, dass das Kitsch sei, dem sei die Liebe zum Detail und die Betrachtung der individuellen Designs ans Herz gelegt…. Oder die neue Publikation aus dem Reclamverlag, der die Definition von Kitsch neu aufrollt. Und Ihr werdet sehen, dass diese Kategorien hier nicht greifen. Was Moeko macht, ist keine Massenware, sondern eine ästhetische Hingabe zu Alltagsgegenständen. Vielleicht können wir den Begriff des mobile Marketings genauso liebevoll umhegen, wie es diese Designerin tut;-)

In Japan zahlt man üblicherweise 200-300€ für die Verschönerungen, Moeko macht, weil es die Deutschen noch nicht kennen, sehr gute Spezialpreise. Unter http://decoloco.web.fc2.com/ könnt Ihr Euch umsehen.
Die japanische Liebe zum Detail und im Detail ist immer wieder bemerkenswert und Frau Ishida macht genau wie wir eine Form von “Mobile Marketing”. Ich würde mal sagen, traut Euch zum Detail!

Weitere Artikel von Martin Walter

Ihnen hat der Beitrag gefallen? Abonnieren Sie einfach unseren RSS Feed oder unseren Email-Newsletter.

Verwandte Artikel