Trotz des scharfen Bildes, trotz der guten Unterhaltung durch die Simpsons auf dem Heimweg aus dem Büro – in den letzten Wochen bin ich irgendwie nicht zum Heavy User des -Angebots meines LG geworden. Ausschlaggebend dafür waren die Empfangsschwierigkeiten, die gerade in Situationen auftraten, die für das Fernsehen unterwegs prädestiniert gewesen wären. Vor allem im Zug hätte ich den Service nur allzu gern in Anspruch genommen, doch -Abdeckung und Signalstärke reichen dafür bei weitem nicht. Kurzum – so richtig Gutfreund bin ich mit dem Telefon lange Zeit nicht geworden.

Diese Woche ist das Eis nun geschmolzen. Ich befinde mich in München und bin hier in einer WG sehr gut untergekommen – nur ein Fernseher steht dort nicht im Zimmer. Nun ist es nicht so, dass ich ohne Fernseher nicht leben könnte, aber ein paar Sendungen lasse ich mir doch ungern entgehen. An dieser Stelle hat die Stunde des -Handys geschlagen, das mir ein bisschen Nachrichten gucken hier und ein bisschen Sport gucken dort erlaubt. Vielleicht könnte das eine Nische für das Telefon werden – Menschen, die nicht den ganzen Abend einen Fernseher laufen lassen möchten, aber dennoch kompakt vom Tag informiert werden möchten. Mir jedenfalls genügt der Bildschirm dafür vollkommen – vielleicht könnte diese Klientel ein Kundenkreis sein, den LG erschließen könnte. Damit würde die Idee des Fernsehens auf dem Handy zudem von der Erwartung befreit werden, dass es TV-on-the-go ist und am besten sofort großvolumige Geschäftsmodelle ermöglicht. Vielleicht kann es ja einfach ein Zusatzfeature von Handys werden wie Kamera und MP3-Player, die jeder auf seinem Telefon hat, aber beileibe nicht von jedem genutzt werden. Also, meine Idee wäre: Fernsehen auf dem Handy mal klein denken und langsam entwickeln lassen!

Über den Autor:
Marc arbeitet seit 2007 beim Trendforschungslabel TrendONE in Berlin und Hamburg als Trend Analyst im Bereich Mobile, Web und Digital Life. Im Zuge seiner Recherchen beobachtet er gesellschaftliche Entwicklungen, die Entstehung neuer Applikationen und Wandel im Benutzerverhalten. Mehr über Marc bei XING.

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