Die unterschiedlichen Mobile-Gaming-Plattformen bewegen sich aufeinander zu. Das zumindest lässt einen die gleichzeitige Veröffentlichung verschiedener Pressemitteilungen erahnen. Während Sony (John Koller auf der E3-Messe) mit dem neuen GPS-AddOn zukünftig vermehrt auf ortsbasierte Spiele setzen und damit in ein Handygame-typisches Territorium drängen möchte, rüstet die Mobiltelefonindustrie massiv die 3D-Hardwarevoraussetzungen ihrer Geräte auf: Laut Chip-Hersteller ARM werden eine Milliarde Handys und Smartphones im Jahr 2012 mit echten 3D-Chips (z.B. von Nvidia) ausgerüstet sein, die die Qualität und Geschwindigkeit der Spiele enorm forcieren werden. “People now expect an immersive experience from any consumer device, which means the major mobile OEMs are putting hardware acceleration at the heart of their multimedia strategies”, orakelt ARM Senior Produktmanager Chris Porthouse. So werden die neuen 3D-Chips Open GL-konform sein und Entwickler können auf Techniken wie Shader sowie Flash 10 bei der Entwicklung von Handyspielen zurückgreifen. Somit wird es auch leichter, PC-Spiele für die mobile Version zu portieren.
Die Frage bleibt, ob der Markt dafür überhaupt da ist. Die meisten Handyspieler begnügen sich mit Spielen des Bereichs “Casual Games”, die allerdings meistens in einer 2D-Umgebung am besten funktionieren. Lediglich die Hardcore-Gamer könnten Wert auf perfekte, atmosphärische 3D-Grafik Wert legen und die dürften mit den Handhelds wie der PSP und eventuellen Folgemodellen im Jahr 2012 bislang ganz zufrieden sein. Da die Spiele aufgrund der leichteren Portabilität auf das Handy dann doch deutlich günstiger sein dürften als z. B. eine PSP-Version, könnten die Handys den mobilen Spielkonsolen allerdings trotzdem den Rang ablaufen. Die Bildschirme sind inzwischen jedenfalls groß genug, um sich der “Profi”-Konkurrenz zu stellen.
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