Ich muss hier nochmal kurz zurückhüpfen und das Thema der “modernen Versklavung durch Smartphones” aufgreifen, denn die Mobilkom Austria hat eine Studie zu uns Österreichern und unsrer Smartphone-Beziehung veröffentlicht:
92 % aller Österreicher sehen mobile E Mails als Gewinn an Flexibilität im Alltag, allerdings nur ein Drittel empfindet diese ständige Erreichbarkeit als Nachteil:
Laut der Studie arbeiten mehr als zwei Drittel aller Befragten regelmäßig am Abend mit mobilen E-Mails und ein geringerer Anteil ruft unterwegs Firmen-Mails ab. Knapp 40 Prozent gaben sogar an, durch Blackberry und Co früher Büroschluss machen zu können. Allerdings meinten auch viele, dass mobile E-Mails zu Mehrarbeit führen.
Tja, das wage “Allerdings meinten auch ‘viele’, dass mobile E-Mails zu Mehrarbeit führen” hat mich natürlich neugierig gemacht um dem ganzen mal mit ein bisschen mehr Recherche auf den Zahn zu fühlen:
Wie ist das nun mit uns Österreichern und der ständigen Erreichbarkeit? Können wir damit umgehen oder nicht?
Es kristallisieren sich anscheinend drei Gruppen heraus, nämlich die “Die Ausgewogenen” (39 %) , die den Blackberry ganz klar als Vorteil sehen und eine merkbare Verbesserung der Lebensqualität feststellen (mehr Zeit mit der Familie, früher aus dem Büro..).
Dann haben wir noch mit 35 % die Gruppe der “Emanzipierten”, die weder sonderlich positiven noch negativen Einfluss durch ständige Erreichbarkeit verspüren.
Und zu guter letzt “Die ohnehin Gestressten” (26 %) für die der Blackberry das Leben weder vereinfacht noch den täglichen Stress reduziert.
Wir Österreicher lassen uns durch dieses neumodische Zeugs also mehrheitlich nicht aus der Ruhe bringen.
Somit gehöre ich wohl zum Mainstream – “Der ausgewogene Nomade” -hmmm- Moment mal, doch nicht ganz, denn laut Studie sind 89% der Blackberry User in Österreich männlich. ätsch
Über die Autorin: Aleksandra Schmid ist Mobile Marketer und hat in den letzten Jahren zahlreichen Marken geholfen ihre ersten und auch zweiten mobilen Marketingschritte zu tun. Ihre Einblicke und Erfahrungen teilt sie gerne bei Vorträgen oder schreibt sie nieder, zu lesen unter anderem im Guide der Werbeplanung, im Marketing Magazin Update und hier auf mobile zeitgeist. Aus Amerika hat Aleksandra aber nicht nur spannende Geschichten, sondern auch den Gedanken des Netzwerkens und Wissensaustausches mit nach Hause gebracht und gemeinsam mit fünf Gleichgesinnten den “MobileMonday Austria” ins Leben gerufen. Aleksandra gestaltet die Branche in Österreich aktiv mit und engagiert sich daher im Vorstand der “Mobile Marketing Association Austria” (MMAA). Seit Oktober 2009 ist Aleksandra bei IQ mobile für die Entwicklung osteuropäischer Märkte verantwortlich.
Artikel in der Serie "Der mobile Nomade"
- Wohin geht die Reise, mobiler Nomade?
- Von Wildschweinen & Smartphones…
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- Ist der Österreicher Sklave seines Smartphones?
- Afrika als nächster Schauplatz für Innovation?
- Freche Franzosen und scheue Briten – der Mobile Life Report 2007
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