Nachden die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) im Sommer vergangenen Jahres aufgrund ihrer Trägerstruktur massiv in die Kritik der Bundesregierung und der Länder geraten war, hat der “Förderverein für Jugend und Sozialarbeit” gestern die Aufgabe der freiwilligen Selbstkontrolle an die beiden Industrieverbände “Bundesverband der Entwickler von Computerspielen G.A.M.E. e. V.” und “Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware e. V.” abgegeben, die zusammen nun die Gesellschafter der errichteten Organisation “Freiwillige Selbstkontrolle Unterhaltungssoftware GmbH” bilden.
Die Struktur soll sich an die der Filmwirtschaft (FSK) orientieren. Mit der Übernahme ist die erste Phase der Restrukturierung abgeschlossen, im zweiten Schritt planen die Verbände in Kooperation mit den Obersten Landesjugendbehörden vor allem das Kennzeichnungsverfahren zu verbessern. Weiterhin soll die Wahrnehmung und die Kommunikation der USK verbessert werden.
Für den mobilen Spielemarkt bedeutet dieser Schritt momentan keine große Veränderung, da die meisten Spiele auf mobilen Endgeräten aufgrund der geringen Prozessor- und Speicherleistung hauptsächlich im Bereich “Casual Gaming” anzusiedeln sind, bei denen Brutalität und Sex noch keine allzu große Rolle spielen. Aber mit der Einführung aufwändiger HD-Games und dem aufsteigendem Interesse der Porne-Industrie könnte die USK auch im mobilen Markt bald von steigender Bedeutung sein.
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