Mein erstes Wochenende mit dem Fernseh-Handy ist um, so langsam habe ich einen besseren Überblick, was das Telefon gut kann – und wo es erste Schwächen offenbart hat.

Die Synchronisation mit dem PC beispielsweise ist etwas, was mir im Vergleich zu meinem Nokia E51 sehr gut gefällt. Dazu genügt die Installation der beigelegten Installations-CD, das Telefon kann per Bluetooth und Datenkabel angeschlossen werden. Das Menü finde ich sehr übersichtlich, per Drag and Drop lassen sich Daten gut miteinander austauschen.

Die Menüführung des Telefons finde ich ebenfalls gut. Als langjähriger Nokia-Nutzer hat es nicht lange gedauert, bis ich mich an das LG gewöhnt hatte. Die Kamera habe ich heute am dem Weg zur Arbeit einer ersten Probe unterzogen, als ich einen kleinen Glasscherbenslalom über die Straße des 17. Juni hingelegt habe, wo gestern einige hunderttausend Menschen das EM-Finale gesehen haben. Ihre Hinterlassenschaften  waren heute morgen noch gut sichtbar:

Für eine 2-Megapixel-Kamera finde ich das ein sehr ordentliches Ergebnis. Eine Kleinigkeit, die mich gestört hat, muss ich auch noch erwähnen – ich schätze Casual Games auf dem Handy und war doch etwas enttäuscht, als ich ins Spiele-Menü ging und dort nur einen Link zu einem Spieleanbieter vorgefunden habe. Da musste das gute alte Yet another Tetris herhalten, um für ein wenig Zerstreuung auf dem Handy zu sorgen.

Die Fernsehfuntkion habe ich an jeder möglichen und unmöglichen Stelle ausprobiert, an der ich mich aufgehalten habe. In Berlin-Mitte ist das -Signal so stark, dass nicht einmal die Antenne ausgefahren werden muss, um Fernsehen empfangen zu kommen. Immer wieder begeistert mich dabei das Display, das mir als passioniertem Sportgucker selbst Volleyball-Spiele so deutlich und scharf anzeigt, dass es eine Freude ist. In vielen anderen Stadtbezirken bekomme ich jedoch allzu oft einen durchgestrichenen Fernseher auf dem Display angezeigt – dort kann also kein Fernsehspaß am Handy aufkommen, da das -Signal nicht stark genug für das Handy ist. In Bezug auf die Fernsehbegeisterung hat es einen ersten Dämpfer gegeben – denn was nützt eine Fernsehfunktion, wenn sie nur an wenigen Orten funktioniert?

Das ist also ein kleiner Wermutstropfen. Morgen auf der Bahnfahrt nach Hamburg gibt es dann den nächsten Alltagstest, denn eine Nutzbarkeit auf den wöchentlichen Reisen in die Hansestadt wären für mich ein absolutes Kaufkriterium für ein TV-Handy. Ich bin gespannt!

Über den Autor:
Marc arbeitet seit 2007 beim Trendforschungslabel TrendONE in Berlin und Hamburg als Trend Analyst im Bereich Mobile, Web und Digital Life. Im Zuge seiner Recherchen beobachtet er gesellschaftliche Entwicklungen, die Entstehung neuer Applikationen und Wandel im Benutzerverhalten. Mehr über Marc bei XING.

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