Nun ist es also bald da und die Fans können ihre Schlafsäcke vor den Apple-Stores schon einmal platzieren: Am 11. Juli kommt das iPhone 2.0 und Apple hat das neue Gerät endlich auf den Standard heutiger Mobilfunkgeräte gebracht.
Soweit, so gut! Dass das iPhone auch nur noch die Hälfte kosten soll, scheint ein deutlicher Hinweis darauf zu sein, womit Apple in Zukunft sein Geld verdienen möchte: über die Software, die hauptsächlich über den eigenen AppStore angeboten werden soll. Interessant in dieser Hinsicht ist auch, dass Apple das iPhone3G (so der offizielle Name) nun auch als “Spielekonsole” bezeichnet und da mit Sega ein Urgestein der Konsolenspieleentwickler eingestiegen ist, dass zur Einführung eine Adaption des Spiels “Super Monkey Ball” über den AppStore vertreiben wird, zeigt auch, wohin das Ganze führen soll:

Das iPhone3G wird damit zur einzigen Spielekonsole, die im Vergleich zur Konkurrenz mit GPS, Multi-Touch-Oberfläche und vor allem dem Bewegungssensor aufwarten kann. Ursprünglich als vorzeitiger Schutz der Daten vor Erschütterung entwickelt, hatten clevere Entwickler diesen in der Vergangenheit zweckentfremdet und auf gehackten iPhones mehrere Spiele und Anwendungen entwickelt, die auf den Beschleunigungssensor zurückgreifen (z. B. der Klassiker “Labyrinth” oder die “iLevel”-Wasserwage).
Durch reine Intuition, mit der sich solche Spiele meistern lassen, könnte das neue iPhone sozusagen zur mobilen Wii mutieren und so seinen Erfolg bei “Casual Gamern” haben, das sich mit dem angekündigten Preis von nur 199$ in die Preisklasse von Nintendo DS Lite und der Sony Playstation Portable einreiht. Nachdem Nokia bereits 2005 mit “N-Gage” und dem Versuch, ein Mobiltelefon als Spielkonsole auf den Markt zu werfen, gescheitert ist, kann man vom iPhone3G erwarten, dass ihm der Erfolg als Spielekonsole eher beschieden ist:
- Der Einstiegspreis ist geringer
- Größeres Display
- Fokussierung auf “Casual Gamer”
- Das iPhone hat sich trotz seiner Größe bereits als Telefon etabliert (das “globige” N-Gage (Spielekonsole mit Telefonfunktion) sah sehr komisch aus, wenn man es sich zum Telefonieren ans Ohr hielt)
- Spiele werden günstiger oder sogar kostenlos sein
- Intuitive Steuerung über Multi-Touch-Oberfläche und Beschleunigungssensor
- Integration von GPS, um ortsbezogene Spiele zu ermöglichen
Das alles sind Faktoren, die für das neue iPhone eine gute Ausgangslage für den Durchbruch als Spielkonsole versprechen. Man darf gespannt sein, welche namhaften Spielepublisher zukünftig noch auf diesen Zug aufspringen werden.
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