Heute erschien bei der FAZ.net ein Artikel zum Mobile Internet “Unzureichende Technik und absurde Tarife” von dem von mir sehr geschätzten Journalisten Dr. Michael Spehr. Vieles, was er schreibt ist leider wahr, einiges ruft dann doch meinen Widerspruch hervor, zum Beispiel:

Am PC daheim sind die Werbebanner mit Flash-Programmierung nur ein lästiges Ärgernis. Auf dem Handy oder Taschencomputer kosten sie erstens Geld (für das Datenvolumen) und bremsen zweitens den Mini-Browser aus.

Die besagten Flash-Programmierungen kosten uns auf dem PC auch Geld. Nur ist in unserer Wahrnehmung das Geld, das wir für unseren DSL-Anschluss bezahlen, völlig in den Hintergrund getreten. Wer “damals” noch die Anfänge des Internets erlebt hat, wird sich erinnern, dass man in diesen Zeiten immer nur mal ganz kurz online ging um etwas nachzugucken, aber auch ganz schnell alles wieder getrennt hat, weil es ja so teuer war. Ach ja…und elendig langsam war es übrigens auch. Wenn wir uns in den 80ern so kleinlich mit dem Internet angestellt hätten, wie heute so manche mit den Handykosten…das Internet, wie wir es heute kennen, gäbe es wahrscheinlich nicht.

Im Vergleich zum Festnetz ist unsere Sensitivität bei den Kosten für das Handy völlig widersprüchlich. Wir unterliegen dem Vorurteil, Datentarife für das Handy wären furchtbar teuer. Das stimmt nun seit einiger Zeit nicht mehr. Und die sinken weiter. Andererseits schreiben Millionen von Menschen wie verrückt SMS. Das ist mit Abstand die teuerste Kommunikation, die man wählen kann. Hier interessiert auf einmal den Nutzer sein Portemonnaie überhaupt nicht mehr.

Noch etwas zu den Preisen aus dem FAZ-Artikel:

Im günstigsten Fall zahlt ein Simyo-, Blau- oder Fonic-Kunde mit einer Prepaid-Karte 24 Cent je Megabyte. Wer hingegen einen Laufzeitvertrag hat, also monatlich eine Grundgebühr entrichtet und damit mehr Geld auf den Tisch legt als der Prepaid-Kunde, wird je Megabyte mit 20 bis 30 Euro zur Kasse gebeten.

Da reibe ich mir doch die Augen. Ich habe einen Laufzeitvertrag und entrichte monatliche Grundgebühren. Ich zahle auch 20 Euro jeden Monat, allerdings für 200 Megabyte, die selbst ich noch nie voll ausgenutzt habe.

Trotz meiner leichten Kritik, der Artikel ist gut und absolut lesenswert.

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