Wie letzte Woche in den Medien berichtet, ist Nokia mit seinem Musikdienst Nokia Music Store in England gestartet. Laut Pressemeldung werden fast 2 Mio. Lieder zur Verfügung stehen. Es ist anzunehmen, dass Nokia hier das Sortiment und die Technologie von LoudEye weiterentwickelt hat. LoudEye wurde im August 2006 von Nokia gekauft und hatte damals fast 60 Dienste laufen. Insofern ist zu erwarten, dass der Nokia Music Store auch bald in anderen Ländern seine Pforten öffnen wird.

Bemerkenswert ist, dass initial nur die hochpreisigen N-Series Geräte N81 und N95 8GB unterstützt werden. Dies ist auf eine weitere Besonderheit zurück zu führen - nämlich, dass Songs im WMA Format ausgeliefert werden und mit Windows DRM geschützt sind. In weiterer Folge wird Nokia dadurch ein “All-you-can-eat” Service wie z.B. Napster anbieten können. Bis dato gibt es im mobilen Bereich nur proprietäre Dienste, die eine derartige Funktionalität bieten (siehe Vodafone UKs Launch des OmniFone Dienstes). Ungewöhnlich für ein “Mobile Music” Service ist auch die angebotene Qualität der Songs mit einer Bitrate von 192 kbps - die sich nicht von Online Musikdiensten unterscheidet. Da damit auch die durchschnittliche Dateigröße irgendwo bei 5-7 MB lieget, sind 3G bzw. Wi-Fi Geräte klar bevorzugt.

Fast lächerlich wirkt dagegen die Ankündigung von Warner, Nokia nicht mit Musik zu beliefern mit der Begründung, man befürchte, dass Songs auf Nokias Dienst MOSH auftauchen.

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