Die Wirtschaftswoche berichtet, dass Vodafone gemeinsam mit O2 im November dieses Jahres ein mobiles Bezahlverfahren einführen will. Damit wollen die beiden Telkos neben Ebays Zahldienst PayPal sowie dem Click & Buy-Verfahren von Firstgate, das die Deutsche Telekom favorisiert, bei Einkäufen im Web punkten. Zum Einsatz kommen soll paybox, die 2003 ihren Dienst in Deutschland eingestellt haben, aber in Österreich durchaus erfolgreich sind. Dass die Wahl auf paybox fiel ist nicht weiter verwunderlich, denn in anderen Ländern arbeiten die beiden bereits zusammen.
Die Vodafone-Zentrale in Düsseldorf bestätigte gegenüber dem Magazin „grundsätzliches Interesse an einem Bezahlsystem”, will aber keine Details nennen. Laut Experten, die mit dem Projekt vertraut sind, hat Vodafone-Deutschlandchef Friedrich Joussen für den neuen Dienst den Münchener Mobilfunkkonkurrenten O2 als Partner gewonnen.
Offiziell sagt O2 nur, man „prüfe ein Konzept für das Bezahlen per Handy sehr ernsthaft”. Als Technologiepartner, heißt es aus dem Umfeld, fungiere der deutsche M-Payment-Pionier Paybox, der seinen eigenen Handy-Bezahldienst 2003 mangels Reichweite in Deutschland eingestellt hat. Dem Vernehmen nach sollen nach dem Start des neuen Service rund 20 Millionen Vertragskunden der Netze von Vodafone und O2 ohne gesonderte Anmeldung bei angeschlossenen Webshops einkaufen können.
Dabei müssen sie sowohl die Mobilfunknummer als auch einen PIN-Code angeben. Kurz darauf erhalten sie eine SMS mit den Kaufdaten und müssen diese bestätigen. Offen ist noch, ob der Kaufpreis dann automatisch über die Mobilfunkrechnung oder über das Bankkonto beglichen wird.
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