Offensichtlich werden die Marktanalysten mit ihren Einschätzungen für die Entwicklung des Mobile TV in Deutschland nun langsam vernünftiger. Im Juni dieses Jahres hatte Goldmedia noch geschätzt, dass 2012 in Deutschland Mobile TV Umsätze in Höhe von 655 Millionen Euro (im Best-Case-Szenario 900 Millionen, im Worst-Case noch 200 Millionen Euro) erwirtschaftet werden.
CapGemini geht in seiner neuesten Untersuchung nur noch von 180 Millionen Euro aus.
Bisherige Studien gehen von neun bis zwölf Millionen Mobile-TV-Kunden bis zum Jahr 2012 aus. Angesichts einer langwierigen Aufbauphase, der derzeit noch geringen Verfügbarkeit von tauglichen Endgeräten und der notwendigen Kooperation von Mobilfunknetzbetreibern, DVB-H-Netzbetreiber und Inhaltelieferanten wie den Fernsehsendern ist jedoch ein Erreichen der wirtschaftlichen Mindestgröße von drei Millionen Nutzern bis 2012 das realistischere Szenario. Abhängig vom durchschnittlichen Umsatz pro Nutzer ist damit die Gewinnschwelle in etwa vier bis fünf Jahren erreichbar. Der Umsatz im Jahr 2012 würde unter den gemachten Annahmen 180 Millionen Euro betragen. Primäre Quelle dafür stellen nach Capgemini Consulting in der Anlaufphase die Abonnement-Gebühren mit einem Anteil von etwa 80 Prozent dar. Rentabel können die Angebote allerdings erst durch Zusatzerlöse aus Werbung, On-Demand-Diensten oder Shopping-Angebote betrieben werden.
Es juckt doch wirklich in den Fingern, jetzt zu schreiben “Hab ich doch immer gesagt”. Aber das tue ich ja nicht. Niemals!
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