Die Analysten von Fitch Ratings sagen den europäischen MVNOs harte Zeiten voraus, denn der Markt wird sich konsolidieren, wie bereits in Skandinavien geschehen. Die Experten raten den MVNOs die Konzentration auf Nischenmärkte, etwas worin ich ebenfalls die einzige zukunftsfähige Option sehe. So kann ein MVNO Communities betreuen oder spezifische Business-Angebote machen. Oder der MVNO bietet wie Qualcomm im Healthcare Bereich ein klar fokussiertes Angebot. (Ganzen Beitrag bei inside-handy lesen)

Diese Woche ist mit einiger Verspätung T-Mobile auf den Zug der Billiganbieter aufgesprungen und hat Congstar gelauncht. Da hatte der rosa Riese nur die Wahl zwischen Pest und Cholera, denn die Kündigungswelle hält unvermittelt an. Ob da nun Congstar mit seinem sicherlich neuen, modularen Angebot punkten kann, bleibt fraglich, insbesondere da der Minutenpreis mit 19 Cent am oberen Rand der Angebote liegt. Im Vorwege hatte sich simyo mit der satirischen Website Klonstar über diesen MVNO lustig gemacht.

Die dritte Nachricht rund um dieses Thema kommt von Vodafone, hier direkt vom großen Meister Friedrich Joussen. In einem Interview mit RP Online sagte er: "Ich halte nichts von Mehr-Marken-Strategien. Eine Billig-Marke kann gefährlich sein, wenn sie die Kernmarke kannibalisiert." Weiterhin kündigt Joussen ein Verkehrssystem an: "Wir werden in einiger Zeit ein neues Verkehrsinfo-System auf den Markt bringen. Anhand des Handy-Verkehrs können wir genau feststellen, wo ein Stau ist." Hier ist der Begriff "Schwarmintelligenz" endlich einmal im richtigen Kontext verwendbar.