Ein sich änderndes Nutzerverhalten zwingt viele Industrien dazu, ihre Businessmodelle zu überdenken. Dies geschieht erstaunlich langsam bzw. gar nicht, wie man es bei den Musik-Labels schon länger beobachten kann. Die Konsequenzen, wenn man einfach die sich ändernden Marktbedingungen ignoriert und glaubt, man können so weitermachen wie bisher, zeigt gerade Warner.
Der US-Musikkonzern Warner Music hat seine Verluste erneut ausgeweitet. Für das zweite Quartal gab das weltweit viertgrößte Unternehmen der Branche einen Verlust von rund 20 Millionen Euro an – im Vergleich zu rund fünf Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.
Die Verluste, die bei Warner zum Abbau von bis zu 400 Arbeitsplätzen führen könnten, werden vor allem auch der Piraterie von Musikprodukten zugeschrieben. Warner will, im Unterschied zu seinem Konkurrenten EMI etwa, auch in Zukunft weiter an Kopierschutzbeschränkungen festhalten. Mit dem Verkauf von Musik ohne Kopierschutz riskiere die Musikindustrie, dass ihr Geschäftsmodell obsolet werde, sagte vor kurzem ein Manager des Konzerns. Quelle: EuroNews
Peter Gabriel beschreitet bei der Vermarktung von Musik mit seinem Portal We7 einen neuen, werbefinanzierten Weg. Hiervon wollen die etablierten Musik-Labels noch nichts wissen.
In Japan hat sich nun eine Aufsteller von Getränkeautomaten etwas einfallen lassen und setzt ebenfalls auf Werbefinanzierung und will damit erreichen, dass die Getränke für den Konsumenten kostenfrei ausgeschenkt werden.
Die Firma Apex stattet ihre rund 35.000 Automaten im Land ab kommenden Monat mit Bildschirmen aus, auf denen dann kurze Reklamespots laufen werden, wie sie heute in Tokio mitteilte. Während der Kunde auf sein Getränk wartet, wird das rund 30 Sekunden lange Video abgespielt. Quelle: Spiegel-Online
Denkt man das etwas anders, dann muß man gar keine gesonderten Bildschirme installieren. Man kann auch die Handys für die “Zustellung” der Werbung nutzen.
Via Lokalfunk













