Das wird auch langsam Zeit. Keinem Nutzer ist es plausibel zu machen, warum er nur eine “Hörlizenz” auf einem Endgerät bekommt, wenn er für ein Musikstück bezahlt hat.
Der Telekommunikationsausrüster Ericsson hat die aktuellste Version seiner HEAT-Plattform (Hosted Entertainment & Application Tools) auf der Musikplattform des österreichischen Mobilfunkers One implementiert. Damit startet ein Service, der es ermöglicht, gekaufte Musik gleichzeitig an ein Mobiltelefon und an einen Computer zu übertragen. “Die doppelte Auslieferung von Liedern durch die Dual-Delivery-Funktion ist somit erstmals in Zentraleuropa verfügbar und steht automatisch allen Kunden der One-Musikplattform zur Verfügung”, erklärt Katharina Praschl, Sprecherin von Ericsson Austria, im Gespräch mit pressetext. Erste Erfahrungen mit der Funktion wurden beim finnischen Mobilfunker Elisa gesammelt.
Kunden, die einen Titel über Dual Delivery kaufen, können die Musik auf ihrem Mobiltelefon abspeichern und erhalten gleichzeitig denselben Titel per E-Mail auf ihren Rechner. Auf beiden Geräten können sie die Lieder ohne Beschränkungen anhören. Zudem besteht die Möglichkeit, die Titel bis zu fünfmal auf MP3-Player zu übertragen und fünfmal auf Audio-CDs zu brennen, so Ericsson. Dual Delivery sei vor allem für Mobilfunker, die ihren Kunden ein Musikservice bieten, ein wichtiges Dienstmerkmal. Sie können somit auch mit den klassischen Online-Anbietern konkurrieren, heißt es in einer entsprechenden Aussendung. “Mit der neuen Funktion der HEAT-Plattform können Endkunden nun frei entscheiden, auf welchem Medium sie ihre Lieblingsmusik genießen wollen”, sagt Jan Campbell, Präsident von Ericsson Austria und Ericsson Central Europe.
“Musik ist ein wichtiger Baustein in unserer Strategie”, führt Jörgen Bang-Jensen, CEO von ONE, aus. “Wir freuen uns, unseren Kunden über ihre Mobiltelefone und PCs zusätzlich ein konkurrenzloses Unterhaltungserlebnis bieten zu können. Durch den umfassenden Hosting-Dienst von Ericsson können wir uns vollständig darauf konzentrieren, unsere eigenen Dienstleistungen bei unseren Kunden zu vermarkten.” Durch das Upgrade der Plattform wird sie vollständig konvergent und die gekaufte Musik kann sowohl mobil am Handy wie auch am PC genutzt werden. Im Rahmen der bestehenden Vereinbarung stellt Ericsson One die HEAT-Plattform und alle damit verbundenen Dienste zur Verfügung. Dazu gehören unter anderem auch Systemintegration, Hosting und Content-Management. Quelle: pte
Im Spiegel war kürzlich vom neuen Projekt von Peter Gabriel We7 zu lesen. Er bietet Musik für den Hörer kostenfrei an und setzt auf reine Werbefinanzierung. Die etablierten Musiklabels winken ab. Offensichtlich sind sie gedanklich noch nicht so weit.
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