Nach den MVNOs (Mobile Virtual Network Operator), bei uns auch schnöde Mobilfunkdiscounter genannt, kommen nun die MVNEs (Mobile Virtual Network Enabler). So bietet Sonopia in den USA dem Baseballteam der Long Island Ducks die Möglichkeit, den Fans ein eigenes Mobilfunkangebot zu machen.
Das Modell von Sonopia ist simpel: Das Unternehmen kauft Kapazität im Funknetz von Verizon Wireless und überlässt diese den eigenen Kunden. Die müssen ihrem Angebot nur einen Namen geben und Tarifkonditionen festlegen. Abrechnung, Verwaltung und Kundenservice verbleiben hingegen bei Sonopia, ohne dass die Handynutzer dies merken.
So können in Zukunft auch kleinere Unternehmen ihre Marken bis auf die Handys ihrer Kunden dehnen.
Den Deutschen bleiben solche Möglichkeiten vorerst verwehrt. Zwar ist mit Vistream aus Dortmund seit Herbst 2005 auch hierzulande ein MVNE tätig, dieser beschränkt sich aber auf kommerzielle Anbieter als Kunden. So bedienen sich etwa die Billigfunker Che Mobil, Igge, Sun Sim und PTT Mobile der Dienste bei Vistream. Für Vereine oder Privatpersonen gibt es dagegen bislang keine Angebote.













