Beim Spiegel gelesen:

mobilefilmfestival.gifWie lang muss ein Film sein, damit er eine Geschichte erzählen kann? Weniger als 40 Sekunden meinte der Handyfilmer, der den Beitrag “Hamburg, die Stadt, der Müll” beim Mobile Film Festival eingereicht hat.

Die Hamburger Stadtreinigung wollte mehr Aufmerksamkeit für ihre stummen Außendienstmitarbeiter - die Mülleimer. Deshalb sind sie schreiend rot und sind mit zweideutigen Sprüchen beklebt. Georg Stockinger ist mit seinem Handy-Film der Frage nachgegangen, was passiert, wenn man den Mülleimer ernst nimmt.

Weniger als 40 Sekunden braucht er, um die kleine Geschichte einer Frau zu erzählen, die der Aufforderung “Ihre Papiere bitte” prompt nachkommt. Sein Film kommt ohne Worte aus, dafür ist er mit dröhnenden Elektrobeats unterlegt. Stockingers Beitrag ist einer von 55, die bisher beim ersten deutschen Mobile Film Festival eingereicht wurden. SPIEGEL ONLINE wird in den nächsten Wochen weitere Filme aus dem Wettbewerb vorstellen.

Noch bis zum 27. April können Handy-Film-Künstler und solche, die es werden wollen, ihre Werke über die Wettbewerbs-Webseite einreichen. Die wichtigsten Regeln: Als Kamera sind nur Handys erlaubt und der Film darf nicht länger als eine Minute sein. Die Beiträge dürfen am Computer bearbeitet oder gleich in einem Stück gedreht werden.

Im Mai entscheidet die sechsköpfige Jury, in der unter anderem die Moderatorin und Schauspielerin Charlotte Roche, der Regisseur Bülent Akinci und Filmproduzent Peter Rommel, sitzen, wer die Preise für den besten Film, die beste Regie und die originellste Idee bekommt. Die Zuschauer im Web und auf dem Handy werden über den Publikumspreis abstimmen. Die Preisträger werden bei einer Gala am 24. Mai im Roten Salon der Berliner Volksbühne ausgezeichnet.

Link zum Film.

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