Im Herbst vergangenen Jahres hatte die Deutsche Bahn ihr neues Handy-Ticketing-System auf Basis von 2D-Barcodes (Aztec-Codes) eingeführt. Dies war in Deutschland das erste große Telematik-Projekt, bei dem Barcodes zum Einsatz kamen.
Im Personennahverkehr gab es verschiedene Piloten, die aber auf andere Technologien setzten:
Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV): In Hanau Pilot mit NFC, in Frankfurt ein Java-Pilot für Einzelfahrscheine und Tageskarten und das Forschungsprojekt Ring&Ride mit automatischer Wegerfassung über Funkzellenortung.
Zusammenschluß verschiedener Unternehmen (u.a. Siemens, VDV, RMV, Card.etc, Deutsche Bahn, T-Systems, Infineon, Berliner Verkehrsbetriebe, Verkehrsverbund Oberelbe), Nutzung der VDV-Kernapplikation für einen Java-Piloten in Essen, Dresden, Düsseldorf, Hamburg, Nürnberg, Ulm, Wuppertal, Chemnitz, Bautzen und im Vogtland.
Gemeinsam mit dem Fraunhofer-IVI wurde in Dresden ein BIBO (Be-In-Be-Out)-System "intermobilPASS" noch auf Basis von multifunktionalen Chipkarten durchgeführt.
Es gab noch ein paar regionale Piloten, meist auf Java-Basis.
Nokia, T-Systems und der RMV: Unter dem Projektnamen "RMV2Go" wird Anfang März 2007 ein Meldung der Deutschen Bahn: Gemeinsam mit Vodafone wird im Herbst 2007 ein NFC-Pilot "Touch&Travel" starten.

Bei Touch&Travel werden alle Bahnsteige und Haltestellen mit so genannten Touchpoints ausgerüstet: An diesen An- bzw. Abmeldepunkten checkt der Fahrgast per Tastendruck mit seinem Handy kontaktlos ein und nach Erreichen seines Reiseziels wieder aus. Die gefahrene Strecke und der Fahrpreis werden errechnet und der registrierte Nutzer erhält monatlich eine Rechnung.
Beteiligt am Touch&Travel-Piloten sind als Partner von DB und Vodafone die Berliner Verkehrsbetriebe und die Verkehrsbetriebe in Potsdam sowie die Technologiepartner Motorola, Atron, NXP und Giesecke&Devrient.
Ein erster Praxistest für Touch&Travel startet noch in diesem Jahr auf der ICE-Strecke Berlin–Hannover, einem Teilnetz der Berliner S-Bahn und im gesamten städtischen Nahverkehr der brandenburgischen Landeshauptstadt Potsdam. Eine deutschlandweite Markteinführung ist nach erfolgreichem Abschluss des Tests geplant. Quelle: Dt.Bahn
In Zukunft könnte die NFC-Technik auch in die SIM-Karte integriert werden. Teilnehmer des Pilotversuchs von "Touch&Travel" erhalten ein geeignetes Handy von Motorola, das auf der CeBIT vorgestellt wurde.
Solche Großprojekt braucht eine Technologie wie NFC um überhaupt Fuß zu fassen. Wenn, wie ABI Research prognostiziert, die Handys zunehmend mit NFC-Chips ausgerüstet werden (500 Mio. Stück weltweit in 2011), dann werden auch andere Anwendungen, wie zum Beispiel das Mobile Payment, Verbreitung finden.
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