Das US-Unternehmen Nuance, Entwickler von Spracherkennungssoftware, hat auf der aktuell in Barcelona stattfindenden Mobilfunkmesse 3GSM “Nuance Mobile” vorgestellt. Mit der Software-Lösung werden hauseigene Spracherkennungstechniken in einer Applikation für mobile Endgeräte vereint. Zu den unterstützten Funktionen zählen beispielsweise die Steuerung des Geräts durch Sprachbefehle oder die Umwandlung von Sprache in Text. Damit können E-Mails, SMS oder Dokumente diktiert und sofort versendet werden.
Die rasante Entwicklung des weltweiten Mobilfunkmarktes habe die Nachfrage nach Bedienungslösungen auf Sprachbasis steigen lassen. Das Bedürfnis nach einem natürlicherem Weg mit mobilen Geräten und Diensten zu interagieren, habe man bei Nuance rasch erkannt, die eigenen Sprachtechnologien für mobile Anwendungen adaptiert und für Endgeräte umgesetzt, heißt es in einer entsprechenden Aussendung. “Dieser Markt hat ein enormes Potenzial”, ist Steve Chambers, Bereichsleiter Sprache bei Nuance, überzeugt. “Bei den 2,5 Mrd. aktuell verwendeten Mobiltelefonen wird Spracherkennung nur von fünf Prozent eingesetzt. Ähnlich wie bei Navigationssystemen und anderen mobilen Endgeräten, eröffnet sich dabei ein Markt mit Millionen von Usern.”
Bei der nun präsentierten “Nuance Mobile Speech Plattform” wurden neben der SMS-Diktierfunktion auch weitere Ansätze realisiert. So können Suchanfragen gestartet werden um beispielsweise einen Klingelton zu finden, den nächstgelegenen Blumenshop zu lokalisieren oder eine Websuche nach Aktienkursen zu starten. Weiters erlaubt die Software die Sprachsteuerung von zentralen Handyfunktionen oder dem eingebauten MP3-Player. Empfangene E-Mails oder SMS werden auf Wunsch vorgelesen.
Die Spracherkennung von Nuance soll auf aktuellen Mobiltelefonen laufen. Die Applikation ist direkt am Gerät installiert und zerteilt die Sprache in ihre einzelnen Laute, berichtet TheInquirer. Diese werden mangels Rechenleistung am Handy an einen Server übertragen. Hier offenbart sich auch der Haken des Komfort-Programms, denn für die Informationsübertragung ist eine Datenleitung nötig, die üblicherweise zusätzliche Kosten verursacht. Ähnlich wie am Desktop werden bei unklaren Worten verschiedene Möglichkeiten angeboten. Das System soll zudem lernfähig sein und sich an die vom User “falsch verwendeten” Ausdrücke, also den Sprachgebrauch des Besitzers, anpassen können. Quelle: pte
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