Gelesen bei FAZ.net:
Auf dem wachstumsstarken Markt für Mobiltelefone entfallen immer mehr Anteile auf immer weniger Unternehmen. Dies geht aus den jüngsten Untersuchungen der Branchenbeobachter hervor. Allein Nokia und Motorola haben nach Angaben der Branchenbeobachter von Gartner Dataquest inzwischen weit mehr als 50 Prozent des Marktes erobert. Auch Samsung, Sony Ericsson und LG gewinnen stetig hinzu. Das Nachsehen haben Unternehmen wie zum Beispiel Benq. So kommt der inzwischen insolvente Handyhersteller im dritten Quartal nur noch auf einen Marktanteil von 2,4 Prozent. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 4,7 Prozent.
Auch büßen die Hersteller, die von der Statistik nur als “Sonstige” ausgewiesen werden, immer weitere Marktanteile ein. Lag deren Anteil im Jahr 2004 mit 23 Prozent noch bei fast einem Viertel des Marktes, ist er nach Schätzungen der Branchenbeobachter inzwischen auf rund 16 Prozent gefallen - Tendenz weiter schnell sinkend.

Für diese Entwicklung zu einem wettbewerbsintensiven Nebeneinander weniger Anbieter auf dem Handymarkt gibt es mehrere Gründe. So bringen die Skaleneffekte, die zum Beispiel Marktführer Nokia durch seine effiziente Massenproduktion erreicht, erhebliche Kostenvorteile für den finnischen Hersteller mit sich. Diese eröffnen wieder die Möglichkeit, zu günstigen Preisen anbieten zu können, die von Unternehmen wie zum Beispiel Benq, mit deutlich weniger Absatz, nicht bei gleicher Produktqualität gehalten werden können. So sind weitere Marktanteilsverluste der kleineren Anbieter programmiert.
Dabei wächst der Markt auch im Jahr 2006 - entgegen den ursprünglichen Annahmen - um mehr als 20 Prozent. Allein im dritten Quartal lag der Zuwachs bei fast 22 Prozent. Nach den Schätzungen von Gartner werden im laufenden Jahr rund 986 Millionen Geräte über den Ladentisch gehen. Die Marktbeobachter von Strategy Analytics sind sogar noch etwas optimistischer und rechnen erstmals mit einem Jahresabsatz von einer Milliarde Handys.
Dabei weist der Markt allerdings große regionale Unterschiede auf. So melden die Marktbeobachter von IDC für Europa ein Wachstum, welches mit knapp 9 Prozent im dritten Quartal des Jahres deutlich hinter dem internationalen Durchschnitt zurückbleibt.
Wachstumstreiber für die Handybranche ist weiterhin der ungebrochen steigende Absatz in Asien und dem pazifischen Raum. Hier legte der Verkauf der Geräte im dritten Quartal nach Berechnungen von Gartner um fast 55 Prozent zu und erreichte knapp 81 Millionen Stück. Dies sind rund 32 Prozent aller in diesem Zeitraum verkauften Geräte. Auch in Südamerika liegt das Absatzplus mit knapp 30 Prozent deutlich über dem Durchschnitt.
An der Spitze rangiert Westeuropa allerdings, wenn es um den Verkauf von Handys mit eingebauter Kamera geht. Hier legt der Verkauf solcher Geräte nach Schätzungen von Gartner in diesem Jahr um 28 Prozent auf rund 122 Millionen Stück zu. Insgesamt sind inzwischen mehr als die Hälfte der weltweit verkauften Geräte entsprechend ausgestattet und durchaus in der Lage, mit den integrierten Objektiven den einfachen Digitalkameras Konkurrenz zu machen. Bis zum Jahr 2010 soll dann die Marke von 80 Prozent überschritten werden, schätzen die Gartner-Analysten - dann soll Asien als Absatzmarkt für solche Geräte die Nase vorn haben.
Profitieren werden von dieser Tendenz vor allem Unternehmen, die - wie zum Beispiel Sony-Ericsson - unter anderem die Kamerafunktion in den Mittelpunkt ihres Marketings stellen.
Quelle: Text und Bild FAZ.net
Weitere Artikel von Heike Scholz
- mobile zeitgeist SPECIALS: Anzeigenschluss - 8. January 2009
- Nokia erweitert nokia.mobi mit 'Here and Now' - 8. January 2009
- Studie: Wir sind ein Volk von Skeptikern - 8. January 2009
- AdMob: Tracking von Werbung in iPhone Applikationen verbessert - 8. January 2009
- Qype gibt API frei und vergibt 5.000 Euro Preisgeld - 7. January 2009
Ihnen hat der Beitrag gefallen? Abonnieren Sie einfach unseren RSS Feed oder unseren Email-Newsletter.





















Noch kein Kommentar zu diesem Artikel
Schreibe einen Kommentar