Viele kennen bereits die kleinen Helfer für den Desktop, die Widgets. Nachdem sich nun zunehmend Nutzer auch mit dem Handy im Web bewegen, lohnt sich ein Blick auf die mobilen Widgets. Was ist das eigentlich und was tut sich hier?

Bei TomSpot findet sich eine gute, weil kurze Beschreibung von mobilen Widgets: Widgets haben zwei elementare Vorteile. Sie haben nur eine Funktion, die sie sehr gut erfüllen und sie sind einfach programmierbar. So einfach, daß selbst geringe Programmierkenntnisse genügen, eigene Widgets zu erstellen. Dies ist auch der große Unterschied zu den bisher bekannten Plug-Ins, Components, Erweiterungen oder Gadgets. Jetzt erstellen die Nutzer ihre kleinen Helfer selbst. Da die Widgets beliebig und einfach kombinierbar sind, können sich Nutzer ihre ganz eigenen Applikationen zusammen stellen.

Dies führt uns zu einem weiteren Vorteil von Widgets auf Mobiltelefonen. Hier ist der Bildschirm i.d.R. stark limitiert und das Wechseln von einer Applikation zur anderen ist meist recht mühselig. Mit den Widgets haben Nutzer und Entwickler die Möglichkeit, schnell, unkompliziert und kostengünstig mobile Applikationen, wie z.B. RSS Feeds, News Feeds, Uhren, Wettervorhersagen, Flickr Foto Streams oder anderes, zu erstellen und auf die eigenen Wünsche anzupassen.

Einige Unternehmen haben bereits Widget Engines auf J2ME herausgebracht. Beispiele sind: Widsets (Nokia), Bluepulse, mFoundry, plusmo und Bling. Noch ist nicht absehbar, wie (werbetreibende) Unternehmen die Widgets für sich nutzen können und werden. Sicher sind sich auf jeden Fall alle Fachleute: Der Anteil der Non-Voice Umsätze am ARPU wird in den kommenden Jahren massiv ansteigen. Ich bin davon überzeugt, daß Widgets einen nicht unerheblichen Teil dazu beitragen werden.